Patientenverfügung: Die wichtigsten Punkte
Eine Patientenverfügung regelt Ihre medizinischen Wünsche für den Ernstfall. Von Rechtsanwalt Falko Maiwald, Dresden.
Warum eine Patientenverfügung?
Mit einer Patientenverfügung legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen – für den Fall, dass Sie selbst nicht mehr entscheiden können. Ohne Patientenverfügung entscheiden Ärzte und Betreuer nach mutmaßlichem Willen. Das führt oft zu Konflikten in der Familie.
Was muss eine Patientenverfügung enthalten?
Eine wirksame Patientenverfügung muss konkret sein. Pauschale Formulierungen reichen nicht aus. Wichtige Punkte: konkrete Krankheitssituationen benennen (z.B. Endstadium tödlicher Krankheit, dauerhafter Bewusstseinsverlust), gewünschte oder abgelehnte Behandlungen festlegen (z.B. künstliche Beatmung, Reanimation), Schmerz- und Palliativversorgung regeln, Vertrauensperson benennen, eigenhändig unterschreiben und datieren, regelmäßig aktualisieren.
Häufige Fehler vermeiden
Vorgefertigte Formulare aus dem Internet sind oft zu allgemein und können im Ernstfall unwirksam sein. Eine individuelle Patientenverfügung vom Anwalt kostet ab ca. 200 € – bietet aber die Sicherheit, dass Ihre Wünsche tatsächlich umgesetzt werden.
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