Umgangsrecht Dresden – jedes Kind hat das Recht auf beide Eltern

Rechtsanwalt Falko Maiwald · Dresden · Vertretung vor allen sächsischen Gerichten und auch deutschlandweit

Das Umgangsrecht ist ein Grundrecht des Kindes — und kein Gunstbeweis des betreuenden Elternteils. Wird es verweigert, leite ich kurzfristig die rechtlichen Schritte ein. Ich vertrete Ihre Interessen vor dem Familiengericht Dresden.

Umgangsrecht in Dresden – Ihr Recht auf Ihr Kind

Das Umgangsrecht ist im § 1684 BGB geregelt: Beide Elternteile haben das Recht und die Pflicht zum Umgang mit ihrem Kind – auch nach Trennung oder Scheidung. Und das Kind hat ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Wenn dieses Recht verweigert wird, hilft nur eine klare rechtliche Regelung über das Familiengericht Dresden.

Ich vertrete Eltern in Umgangsstreitigkeiten – sowohl umgangsberechtigte Väter und Mütter, denen der Kontakt verweigert wird, als auch betreuende Elternteile, die das Kindeswohl bei problematischen Umgangskontakten schützen müssen. Mein Ziel: eine tragfähige Lösung, die Ihrem Kind und Ihnen Sicherheit gibt.

Als Vater zweier Töchter weiß ich, was es bedeutet, wenn Eltern um die Zeit mit ihren Kindern kämpfen. Genau deshalb arbeite ich in Umgangsverfahren konsequent, aber immer mit Blick auf das Kindeswohl – denn am Ende geht es nicht ums Rechthaben, sondern um die Beziehung zu Ihrem Kind.

„Nach 8 Monaten ohne Kontakt zu meiner Tochter hat Herr Maiwald innerhalb von 6 Wochen einen festen Umgang erstritten. Heute sehe ich sie jedes zweite Wochenende."

– Thomas K., Mandant Familienrecht (via Google, 5 Sterne)

Meine Leistungen beim Umgangsrecht

Umgang durchsetzen

1

Außergerichtliche Aufforderung

Zunächst fordere ich den anderen Elternteil schriftlich zur Einhaltung des Umgangs auf. Oft genügt der Anwaltsbrief, um Bewegung in die Sache zu bringen – ohne dass ein Gericht eingeschaltet werden muss.

2

Mediation oder Einigung

Wenn Bereitschaft besteht, vereinbare ich eine konkrete Umgangsregelung – schriftlich, mit klaren Zeiten, Übergaben und Ferienregelung. Das vermeidet künftigen Streit.

3

Antrag beim Familiengericht Dresden

Wenn keine Einigung möglich ist, stelle ich einen Antrag auf gerichtliche Umgangsregelung. Das Gericht hört Eltern, Kind und Jugendamt an und entscheidet im Sinne des Kindeswohls.

4

Durchsetzung mit Ordnungsmitteln

Wird die gerichtliche Umgangsregelung verweigert, beantrage ich Ordnungsgeld (bis 25.000 €) oder Ordnungshaft. Bei wiederholter Missachtung kann sogar das Sorgerecht überprüft werden.

Umgangsverweigerung – wenn Sie Ihr Kind nicht sehen dürfen

Das Wochenende war vereinbart, die Tasche gepackt – und dann kommt zum dritten Mal in Folge die Nachricht: „Das Kind ist krank." Wenn aus Ausreden ein Muster wird, sprechen Juristen von Umgangsverweigerung. § 1684 Abs. 1 BGB ist eindeutig: Das Kind hat ein Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang berechtigt und verpflichtet. Nach § 1684 Abs. 2 BGB (Wohlverhaltenspflicht) muss der betreuende Elternteil zudem alles unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt – er muss den Umgang aktiv fördern. Ständiges Schlechtreden, Terminboykott oder das „Vergessen" von Übergaben verletzen diese Pflicht.

Bevor Sie vor Gericht ziehen, sollten Sie zweierlei tun: Erstens jeden vereitelten Umgangstermin schriftlich dokumentieren (Datum, vereinbarter Termin, Absagegrund, Nachrichtenverlauf) – diese Dokumentation ist vor Gericht Gold wert. Zweitens die Beratung und Vermittlung des Jugendamts Dresden nutzen (§ 18 SGB VIII); manchmal löst schon ein moderiertes Gespräch die Fronten. Ein anwaltliches Schreiben signalisiert, dass Sie es ernst meinen, ohne sofort zu eskalieren.

Hilft das nicht, beantrage ich beim Familiengericht Dresden eine konkrete, vollstreckbare Umgangsregelung mit genauen Wochentagen, Uhrzeiten, Übergabeorten sowie Ferien- und Feiertagsregelungen. Nur eine solche konkrete Regelung – oder ein gerichtlich gebilligter Vergleich (§ 156 Abs. 2 FamFG) – lässt sich später zwangsweise durchsetzen; eine vage Absprache „nach Vereinbarung" ist wertlos, wenn die Gegenseite blockiert. Im Verfahren wird das Kind angehört und regelmäßig ein Verfahrensbeistand bestellt.

Umgangspflegschaft und Sorgerechtskonsequenzen

Bei hartnäckiger Blockade kann das Gericht eine Umgangspflegschaft anordnen (§ 1684 Abs. 3 BGB): Ein neutraler Umgangspfleger organisiert dann die Übergaben und kann die Herausgabe des Kindes für die Umgangszeiten verlangen. Dauerhafte, kindeswohlschädliche Umgangsvereitelung kann zudem die Erziehungseignung infrage stellen – und damit in einem Sorgerechtsverfahren (§ 1671 BGB) gegen den betreuenden Elternteil sprechen, weil die Rechtsprechung fehlende Bindungstoleranz als gewichtigen Faktor wertet. Wichtig: Umgangsrecht und Unterhalt sind rechtlich getrennt – der Umgang darf nicht als Druckmittel für Unterhaltsforderungen dienen, und der Unterhalt darf nicht gekürzt werden, weil der Umgang vereitelt wird. Ausgefallene Umgangstage sind nicht automatisch nachholbar; einen Nachholanspruch nehme ich als Klausel in die Regelung auf.

Ferienumgang – Ferien und Urlaub konfliktfrei regeln

Umgang an Weihnachten und in den Ferien

Sechs Wochen Sommerferien, dazu Ostern, Herbst, Winter und die Feiertage: Schulferien sind für getrennte Eltern in Sachsen der häufigste Zankapfel. Der Umgang nach § 1684 BGB umfasst ausdrücklich auch Ferienzeiten – die Rechtsprechung geht im Regelfall von einer hälftigen Teilung der Schulferien aus, sofern keine kindeswohlbezogenen Gründe dagegen sprechen. Das gilt auch im Residenzmodell, denn längere gemeinsame Zeiten stärken die Bindung anders als ein Wochenende. Bei kleinen Kindern wird die Feriendauer altersgerecht gestaffelt.

Vage Absprachen („Ferien nach Vereinbarung") führen jedes Jahr zum Streit und sind vor Gericht wertlos, weil nicht vollstreckbar. Eine gute Ferienregelung enthält: die konkrete Aufteilung aller sächsischen Schulferien (Sommer z. B. jeweils erste bzw. zweite Hälfte im jährlichen Wechsel; Winter-, Oster- und Herbstferien im Rotationsprinzip), eine Feiertagsregelung (Weihnachten und Silvester im Wechsel, Geburtstage), genaue Übergabezeiten und -orte, den Vorrang der Ferienregelung vor dem regulären Wochenendrhythmus, Informationspflichten (Reiseziel, Unterkunft, Erreichbarkeit) sowie Fristen für die jährliche Festlegung. Solche Elternvereinbarungen entwerfe ich – gerichtlich gebilligt sind sie vollstreckbar wie ein Beschluss.

Während der Umgangszeit entscheidet jeder Elternteil die Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung allein (§ 1687 BGB) – dazu gehören gewöhnliche Urlaubsreisen im Inland und ins europäische Ausland ohne Zustimmung des anderen. Anders bei Fernreisen in Länder mit Reisewarnung, Krisengebieten oder Entführungsrisiko: Diese Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung erfordern Einvernehmen, notfalls entscheidet das Familiengericht (§ 1628 BGB). Für Auslandsreisen sollte eine schriftliche Einverständniserklärung des anderen Elternteils (Reisevollmacht) mitgeführt werden – viele Länder und Airlines verlangen sie –, dazu Kinderreisepass und ggf. eine Kopie der Sorgerechtsdokumente.

Wenn es eilt: einstweilige Anordnung vor Ferienbeginn

Der Urlaub ist gebucht, und zwei Wochen vor Abflug verweigert der andere Elternteil plötzlich die Herausgabe des Kindes: Dann zählt Geschwindigkeit. Das Familiengericht Dresden kann den Ferienumgang per einstweiliger Anordnung regeln – Umgangssachen sind Beschleunigungssachen (§ 155 FamFG), und mit einem vollständig vorbereiteten Antrag (Buchungsunterlagen, bisherige Kommunikation, eidesstattliche Versicherung) sind Entscheidungen binnen ein bis zwei Wochen realistisch. Vereitelte Ferienwochen sind oft nicht nachholbar; bei Verstoß gegen eine gerichtlich gebilligte Ferienregelung drohen Ordnungsgeld bis 25.000 € und Ordnungshaft (§ 89 FamFG), zusätzlich kann der Ersatz nutzlos gewordener Urlaubskosten geschuldet sein. Umgekehrt vertrete ich auch Elternteile, die eine Reise aus ernsthaften Gründen – etwa bei konkreter Entführungsgefahr – verhindern wollen.

Umgang regeln

Eine klare, schriftliche Umgangsregelung beugt Streit vor. Ich vereinbare für Sie feste Zeiten, Übergaben und Ferienregelungen – außergerichtlich oder, wenn nötig, als verbindlichen gerichtlichen Beschluss.

Standard-Umgang (ab Schulalter)

Erweiterter Umgang

Umgang einschränken oder ausschließen

Steht das Kindeswohl auf dem Spiel, kann der Umgang eingeschränkt, an Auflagen geknüpft oder in seltenen Ausnahmefällen ganz ausgeschlossen werden. Häufiger ist der begleitete Umgang – ein erster Schritt statt eines vollständigen Kontaktabbruchs. Ich vertrete sowohl Eltern, die ihr Kind schützen müssen, als auch solche, die sich gegen einen ungerechtfertigten Ausschluss wehren.

Begleiteter Umgang

Wechselmodell

Beim paritätischen Wechselmodell betreuen beide Eltern das Kind etwa hälftig. Es setzt eine funktionierende Kommunikation und räumliche Nähe voraus – kann aber auch gegen den Willen eines Elternteils gerichtlich angeordnet werden, wenn es dem Kindeswohl am besten entspricht (BGH, Az. XII ZB 601/15). Der BGH hat die Maßstäbe zuletzt fortentwickelt (BGH, Az. XII ZB 415/25).

Wechselmodell (paritätisch)

Kindeswille beim Umgang – die häufigsten Streitfragen

Muss ein Kind zum Vater, wenn es nicht will?

Grundsätzlich ja: Der Umgang ist nach § 1684 BGB nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht – und der betreuende Elternteil muss ihn aktiv fördern (Wohlverhaltenspflicht). Die bloße Weigerung des Kindes rechtfertigt keinen Abbruch, dahinter steht oft ein Loyalitätskonflikt. Erst ein gefestigter, nachvollziehbar begründeter Wille älterer Kinder kann den Umgang einschränken.

Ab wann darf ein Kind entscheiden, ob es zum Vater will?

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Das Familiengericht hört Kinder nach § 159 FamFG grundsätzlich persönlich an und gewichtet ihren Willen mit zunehmendem Alter stärker: Ab etwa 12 Jahren hat er erhebliches Gewicht, ab 14 Jahren wird eine klar und dauerhaft geäußerte Ablehnung kaum noch gegen das Kind durchgesetzt.

Häufige Fragen zum Umgangsrecht in Dresden

Wie oft darf ich mein Kind sehen?

Eine feste gesetzliche Vorgabe gibt es nicht – maßgeblich ist das Kindeswohl. Üblich ist ein Umgang jedes zweite Wochenende (Freitag bis Sonntag), die Hälfte der Schulferien sowie abwechselnde Feiertage; oft kommt ein zusätzlicher Tag in der Woche hinzu. Bei kleinen Kindern sind kürzere, dafür häufigere Kontakte sinnvoll. Im Wechselmodell teilen sich beide Eltern die Betreuung hälftig.

Mein Ex verweigert den Umgang – was kann ich tun?

Umgangsverweigerung ohne sachlichen Grund ist rechtswidrig. Zunächst fordere ich den anderen Elternteil schriftlich auf, den Umgang zu gewähren. Bleibt das erfolglos, stelle ich beim Familiengericht Dresden einen Antrag auf eine verbindliche Umgangsregelung. Wird eine gerichtliche Regelung missachtet, drohen Ordnungsgeld bis 25.000 € oder Ordnungshaft – notfalls per Eilantrag.

Muss ein Kind zum Vater, wenn es nicht will?

Grundsätzlich ja: Der Umgang ist nach § 1684 BGB nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht – und der betreuende Elternteil muss ihn aktiv fördern (Wohlverhaltenspflicht). Die bloße Weigerung des Kindes rechtfertigt keinen Abbruch, dahinter steht oft ein Loyalitätskonflikt. Erst ein gefestigter, nachvollziehbar begründeter Wille älterer Kinder kann den Umgang einschränken.

Ab wann darf ein Kind entscheiden, ob es zum Vater will?

Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Das Familiengericht hört Kinder nach § 159 FamFG grundsätzlich persönlich an und gewichtet ihren Willen mit zunehmendem Alter stärker: Ab etwa 12 Jahren hat er erhebliches Gewicht, ab 14 Jahren wird eine klar und dauerhaft geäußerte Ablehnung kaum noch gegen das Kind durchgesetzt.

Mein Kind will nicht – kann ich den Umgang verweigern?

Als betreuender Elternteil sind Sie verpflichtet, den Umgang aktiv zu fördern (Wohlverhaltenspflicht, § 1684 BGB). Den Umgang einfach auszusetzen, weil das Kind „nicht will“, reicht nicht aus – bei jüngeren Kindern spiegelt sich darin oft ein Loyalitätskonflikt. Erst ab einem gewissen Alter wird ein klar und nachvollziehbar begründeter Kindeswille berücksichtigt. Bei echten Bedenken ist begleiteter Umgang der richtige Weg, nicht die Verweigerung.

Was kostet ein Umgangsverfahren?

In Umgangssachen wird in der Regel ein Verfahrenswert von 5.000 € angesetzt (§ 45 FamGKG, seit 01.06.2025); danach richten sich Anwalts- und Gerichtskosten. Im familiengerichtlichen Verfahren trägt meist jede Partei ihre eigenen Kosten. Bei geringem Einkommen prüfe ich Verfahrenskostenhilfe – dann übernimmt der Staat die Kosten ganz oder in Raten.

Kann der Umgang auch per Video stattfinden?

Ja. Neben dem persönlichen Umgang gibt es den sogenannten Umgang über Telekommunikation – per Telefon oder Videocall. Er ersetzt den persönlichen Kontakt nicht, ist aber eine sinnvolle Ergänzung, etwa bei großer Entfernung, im Ausland lebenden Eltern oder zur Wiederanbahnung des Kontakts. Auch ein solcher Video-Umgang kann verbindlich geregelt und gerichtlich festgelegt werden.

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