Erbschein-Kostenrechner 2026
Berechnen Sie sofort die Nachlassgerichtsgebühren für die Erteilung eines Erbscheins nach GNotKG Tabelle B 2026 – kostenlos und unverbindlich.
Mit diesem Erbscheinrechner ermitteln Sie die Erbschein Kosten anhand des Nachlasswerts. Der Erbscheinkostenrechner nutzt die aktuelle Gebührentabelle nach GNotKG – geben Sie einfach den Nachlasswert ein.
Erbschein-Gebühren berechnen
Brauchen Sie überhaupt einen Erbschein?
Liegt ein notarielles Testament vor, genügt oft die Eröffnungsniederschrift des Nachlassgerichts, dann sparen Sie die Erbscheinsgebühr. Anwaltliche Hilfe lohnt sich, wenn das Testament unklar ist, Miterben streiten oder Pflichtteilsansprüche im Raum stehen. Dann stelle ich den Erbscheinsantrag und vertrete Sie gegenüber dem Nachlassgericht.
Erbschein Kosten Tabelle 2026 (nach GNotKG)
Die folgende Erbschein-Kosten-Tabelle zeigt Beispielwerte für einen Antrag mit Eidesstattlicher Versicherung (2 × 1,0 Gebühr nach GNotKG Tabelle B, Standardfall mit EV):
| Nachlasswert | 1,0 Gebühr | 2,0 Gebühren (Erbschein + EV) |
|---|---|---|
| 10.000 € | 75 € | 150 € |
| 25.000 € | 115 € | 230 € |
| 50.000 € | 165 € | 330 € |
| 100.000 € | 273 € | 546 € |
| 200.000 € | 435 € | 870 € |
| 350.000 € | 685 € | 1.370 € |
| 500.000 € | 935 € | 1.870 € |
| 1.000.000 € | 1.735 € | 3.470 € |
Quelle: GNotKG Anlage 2 (Tabelle B), Stand 2026. EV = Eidesstattliche Versicherung.
Ausführliche Erläuterungen zur Tabelle, weitere Beispielrechnungen und Spartipps finden Sie im Beitrag Erbschein-Kosten-Tabelle 2026.
Was ist ein Erbschein – und wann brauchen Sie einen?
Der Erbschein ist ein amtliches Zeugnis des Nachlassgerichts, das den oder die Erben und ihre Erbquote ausweist (§ 2353 BGB).
Er ist kein zwingender Bestandteil jedes Erbfalls – aber in der Praxis häufig unverzichtbar, etwa um Konten umschreiben zu lassen, Immobilien im Grundbuch zu übertragen oder Versicherungsleistungen abzurufen.
In Dresden ist das Nachlassgericht am Amtsgericht Dresden (Roßbachstraße 6, 01069 Dresden) zuständig.
Es prüft Antrag und Eidesstattliche Versicherung und erteilt nach Eingangsprüfung den Erbschein – in einfachen Fällen binnen weniger Wochen, bei komplexen Konstellationen (Auslandsbezug, mehrere Miterben, unklare Testamentslage) deutlich länger.
Die Kosten zahlt zunächst der Antragsteller. Bei mehreren Erben werden die Kosten anteilig nach Erbquote getragen. Aus dem Nachlass können die Erbscheinkosten als Nachlassverbindlichkeit erstattet werden – das mindert die Erbschaftsteuer.
Wann brauche ich einen Erbschein?
- Bei gesetzlicher Erbfolge ohne Testament oder Erbvertrag.
- Bei nur eigenhändigem Testament, wenn Banken, Versicherungen oder das Grundbuchamt darauf bestehen.
- Zur Umschreibung von Immobilien im Grundbuch (§ 35 GBO).
- Bei Erbengemeinschaften, um die Erbquoten gegenüber Dritten nachzuweisen.
- Bei Auslandsvermögen häufig in Form eines Europäischen Nachlasszeugnisses (ENZ).
Nicht erforderlich ist der Erbschein in der Regel, wenn ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll vorliegt – Banken und Grundbuchamt akzeptieren das meist als ausreichenden Nachweis.
Erbschein-Kosten 2026 – worauf es ankommt
Die Gebühren des Nachlassgerichts richten sich nach dem reinen Nachlasswert zum Todestag: Aktiva (Immobilien, Bankguthaben, Wertpapiere, Fahrzeuge, Hausrat) abzüglich der Verbindlichkeiten des Erblassers (z. B. offene Darlehen, Beerdigungskosten). Pflichtteilsverbindlichkeiten mindern den Geschäftswert dabei nicht.
Für die Erteilung des Erbscheins fällt eine 1,0-Gebühr nach KV 12210 GNotKG an, für die Eidesstattliche Versicherung eine weitere 1,0-Gebühr (KV 23300 GNotKG). Im Standardfall zahlen Sie also 2,0 Gebühren auf Basis der GNotKG-Tabelle B (siehe Beispieltabelle oben). Hinzu kommen ggf. Notarkosten, wenn die EV vor einem Notar abgegeben wird, sowie Anwaltskosten für die Antragsvorbereitung.
Beispiel: Bei einem Nachlasswert von 250.000 € (z. B. Eigentumswohnung in Dresden plus Bankguthaben) liegt die 1,0-Gebühr bei 765 € – im Standardfall mit EV also 1.530 € Gerichtsgebühren. Eine vollständige Aufstellung erhalten Sie über den Rechner oben.
Wer trägt die Erbscheinkosten?
Schuldner gegenüber dem Nachlassgericht ist zunächst der Antragsteller. Bei mehreren Miterben werden die Kosten meist anteilig nach Erbquote getragen. Da die Erbscheinkosten als Nachlassverbindlichkeit gelten, können sie aus dem Nachlass ersetzt werden und mindern damit auch die Erbschaftsteuer.
Tipp aus der Praxis: Vor dem Antrag immer prüfen, ob ein Erbschein überhaupt erforderlich ist. Häufig genügt ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll. Im unverbindlichen Erstgespräch (ca. 10 Minuten) kläre ich mit Ihnen, ob eine vertiefte Prüfung sinnvoll ist. Die gesetzliche Erstberatungsgebühr beträgt für Verbraucher maximal 190,00 EUR netto – siehe weiter unten „Anwalt Erbrecht Dresden".
Brauchen Sie überhaupt einen Erbschein?
Liegt ein notarielles Testament vor, genügt oft die Eröffnungsniederschrift des Nachlassgerichts, dann sparen Sie die Erbscheinsgebühr. Anwaltliche Hilfe lohnt sich, wenn das Testament unklar ist, Miterben streiten oder Pflichtteilsansprüche im Raum stehen. Dann stelle ich den Erbscheinsantrag und vertrete Sie gegenüber dem Nachlassgericht.
Häufige Fragen zum Erbschein
Was kostet ein Erbschein 2026?
Die Kosten richten sich nach dem Nachlasswert (GNotKG Tabelle B). Standardfall mit Antrag und Eidesstattlicher Versicherung = 2,0 Gebühren. Beispiel bei 100.000 € Nachlass: 2 × 273 € = 546 € Gerichtskosten. Hinzu kommen ggf. Anwaltskosten, wenn Sie sich vertreten lassen.
Wie wird der Nachlasswert ermittelt?
Maßgeblich ist der Wert des Nachlasses zum Todestag (Aktiva minus Verbindlichkeiten). Dazu zählen Immobilien, Bankguthaben, Wertpapiere, Fahrzeuge und Hausrat. Beerdigungskosten und Erblasserschulden werden abgezogen. Pflichtteilsverbindlichkeiten mindern den Wert nicht.
Brauche ich überhaupt einen Erbschein?
Ein Erbschein ist nicht immer nötig. Bei einem notariellen Testament reicht oft die Eröffnungsniederschrift, gegenüber Banken meist auch ein eigenhändiges Testament mit Eröffnungsprotokoll. Erforderlich wird der Erbschein bei Grundbuchänderungen, bei reiner gesetzlicher Erbfolge oder wenn Banken explizit darauf bestehen.
Welche Gebühren fallen genau an?
Beim Standardantrag fallen zwei 1,0-Gebühren an: (1) Erteilung des Erbscheins (KV 12210 GNotKG) und (2) Eidesstattliche Versicherung (KV 23300 GNotKG). Bei einem gemeinschaftlichen Erbschein mit mehreren Erben wird die Gebühr für jeden Erben separat berechnet, sofern nichts anderes vereinbart ist.
Wer trägt die Kosten?
Die Kosten zahlt zunächst der Antragsteller. Bei mehreren Erben werden die Kosten anteilig nach Erbquote getragen. Aus dem Nachlass können die Erbscheinkosten als Nachlassverbindlichkeit erstattet werden – das mindert die Erbschaftsteuer.
Wie lange dauert die Erteilung?
In Dresden (Amtsgericht Dresden, Nachlassgericht) durchschnittlich 4–10 Wochen, je nach Komplexität und Auslastung. Bei klarer Erbfolge und vollständigen Unterlagen geht es schneller. Ich bereite Antrag und Eidesstattliche Versicherung für Sie vor und reiche alles fertig ein.
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Als Anwalt für Erbrecht in Dresden bereite ich den Erbscheinantrag inkl. Eidesstattlicher Versicherung für Sie vor und vertrete Sie gegenüber dem Nachlassgericht.
* Wichtiger Hinweis (Haftungsausschluss): Dieser Rechner liefert eine unverbindliche erste Orientierung auf Grundlage Ihrer Angaben. Das Ergebnis ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine tiefergehende anwaltliche Prüfung Ihres Einzelfalls. Trotz sorgfältiger Erstellung wird keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Berechnung übernommen. Eine Haftung für Entscheidungen, die ohne individuelle anwaltliche Beratung auf Grundlage des Rechenergebnisses getroffen werden, ist ausgeschlossen. Für eine verbindliche Einschätzung Ihres Falls nutzen Sie gern die persönliche Ersteinschätzung: Telefon 0351 898 520.
Kontakt: Telefon 0351 898 520 · E-Mail info@maiwald-recht.de · Hospitalstraße 12, 01097 Dresden · Rechtsanwalt Falko Maiwald übernimmt für Sie Antragstellung, Eidesstattliche Versicherung und Vertretung gegenüber dem Nachlassgericht.
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